Erweiterungsprojekt "Kahlenberg neu"

Das tut sich aktuell - Juni 2017

Bau in mehreren Phasen

Im letzten Newsletter haben wir angekündigt, eingebrachte alternative Ideen zum Bau zu bewerten und Einsparungsvarianten zu prüfen. Es hat sich dabei als äußerst schwierig herausgestellt, einen über Jahre ausgereiften Entwurf, in den bereits Personenjahre an Entwicklungsarbeit hineingeflossen sind, mit völlig neuen Lösungsansätzen zu vergleichen.

Architektin Maria Bieber (die seit ihrer Kindheit mit Schönstatt verbunden ist) hat nun einige Ideen verarbeitet und einen möglichen alternativen Ansatz dargestellt, Diesen Ansatz finden Sie in einem eigenen Bericht auf dieser Homepage.

Dieser Ansatz löst in der 1. Bauphase einige wesentliche Herausforderungen und behindert in keinster Weise weitere Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten, da er gänzlich in die Masterplanung hineinpasst.

Dieser Entwurf ist deshalb so attraktiv, da er bereits in der 1. Phase
1. einen größeren Speisesaal ermöglicht
2. einen größeren Vortragssaal (mit erforderlicher Raumhöhe) bringt
3. die Gesamtsituation verbessert (behördliche Auflagen betreffend Fluchtwege und Küche)

Studientag am 25. Juni 2017

16 Schönstätter aus Wien, NÖ und der Steiermark trafen sich am 25. Juni zu einem Studientag, um die Überlegungen und Gespräche der letzten Wochen – die mehrheitlich in kleinen Teams stattgefunden haben – gemeinsam zu bedenken, auszuwerten und weiter voranzutreiben.

Nach dem gemeinsamen Besuch der Hl. Messe haben wir anhand einer Präsentation von Bruno Mucha das Projekt ausführlich diskutiert. Am Nachmittag haben wir in vier Arbeitsgruppen nachfolgende Themen bearbeitet (hier die wesentlichsten Punkte):

> Gruppe 1: Kommunikation
Der konkrete nächste Schritt: Die Projekthomepage soll mit hoher Priorität vorangetrieben werden – dort können dann aktuelle Infos, Spendenstand, … sichtbar gemacht werden.

> Gruppe 2: Zusammenspiel Schönstattbewegung mit externen Gästen
Einerseits wollen wir in Schönstatt am Kahlenberg jeden Gast herzlich willkommen heißen, andererseits haben wir auch eigene Veranstaltungen (ähnlich Exerzitien), bei denen wir ungestörten Raum für uns selbst und unsere Kinder brauchen.

Der konkrete nächste Schritt: Am Spielplatz soll eine Benützungsordnung und zwei bis drei Mistkübel angebracht werden – das ist der Platz wo das Zusammentreffen externer Besucher und Schönstattbewegung im Moment am stärksten spürbar ist. Im Sinne Schönstatts wollen wir auch hier nicht mit Verboten arbeiten, sondern mit der Bitte um ein gutes Miteinander. Es muss jedoch klar kommuniziert werden: Dies ist kein öffentlicher Spielplatz, aber Gäste sind willkommen, wenn sie sich an bestimmte Spielregeln halten (kein Picknick, WC-Benützung im Bistro, …). Kiddyboard und Kinderland gehören zum Bereich der Schönstattbewegung bzw. zahlender Gästen.

> Gruppe 3: Mildtätigkeit

Mildtätigkeit und Spendenabsetzbarkeit

Die Spendenabsetzbarkeit setzt in Österreich Mildtätigkeit voraus. Dazu hat es mehrere Arbeitssitzungen gegeben, in denen deutlich wurde, dass viele Schönstätter mildtätige Initiativen betreiben oder unterstützen.

Nachdem die Freiwilligkeit jedoch zur Pflicht wird, vor allem auch die Dokumentation dieser freiwilligen Tätigkeiten über viele Jahre, gilt es das gut zu überlegen ob und wie weit diese Verpflichtungen eingegangen werden können.

Folgende mildtätige Tätigkeiten haben wir für uns ausfindig gemacht:
> Fürsorge für alte, kranke oder gebrechliche Menschen, Unterstützung der Angehörigen
> Fürsorge für geistig und körperlich behinderte Kinder, Unterstützung der Angehörigen
> Fürsorge für Flüchtlinge und Asylwerber
> Unterstützung sozial schwacher und sonst materiell hilfsbedürftiger Personen
> Unterstützung von langzeitarbeitslosen Personen

Hier haben wir Themenbereiche aufgegriffen, in denen Schönstätter in Österreich schon jetzt beruflich oder ehrenamtlich aktiv sind. In den nächsten Wochen und Monaten wird erhoben, was schon alles an mildtätiger Arbeit getan wird und ob hier über die in der Gründungserklärung bereits beschriebenen Aktivitäten hinaus mildtätige Projekte möglichst ressourcenschonend umgesetzt werden können. Friedrich Ritter aus der Steiermark wird sich mit einigen Mitarbeitern dieser Initiative annehmen.

Die nächsten Schritte in diesem Bereich sind:
> Prüfung durch Bewegung und Marienschwestern
> Klärung mit dem Finanzamt 1/23
> Finale Entscheidung zur Umsetzung
> Falls positiv: Gründung einer mildtätigen Stiftung und einer Betriebs-Ges.m.b.H.

> Gruppe 4: Bau und Wirtschaftlichkeit
Nächster konkreter Schritt: Weitere Ausarbeitung des neuen Ansatzes von Arch. Maria Bieber (behördliche Auflagen, Kosten vs. Nutzen)

Die Herausforderungen

  • Die Thematik „Förderungen“ ist deutlich schwieriger als erwartet.
    Ein Förderantrag an die Erzdiözese Wien ist eingebracht. Vor September ist keine Rückmeldung zu erwarten. Andere Fördermöglichkeiten (Land NÖ, Tourismusbank, EU) werden weiter geprüft.
  • Das führt uns dazu, dass wir eine Gesamtlösung in kleineren „verkraftbaren“ Schritten umsetzen müssen, die am Ende eventuell sogar mehr kostet, uns aber in den einzelnen Schritten (Bauphasen) nicht überfordert. Dabei machen wir – das gilt es ehrlich auszusprechen – noch einmal einen Schritt zurück.
  • Das Thema Wirtschaftlichkeit unseres Betriebs spielt eine wesentliche Rolle, da der Zuschuss der Marienschwestern sowie alle Förderungen davon abhängig sind. Niemand fördert einen Betrieb der von vorne herein ein „Zuschussbetrieb“ bleibt. Auch 2016 waren wir trotz Umsatzsteigerung weit von der erforderlichen Wirtschaftlichkeit entfernt.

Es gibt jedoch schon konkrete Berechnungen durch externe Berater (z.B. Michaeler & Partner) nach dem Entwurf von Arch. Michael Eckel, die einen wirtschaftlichen Betrieb darstellen.

Wichtige Eckpunkte sind:
> Ein Haus mit weniger als 100 Betten ist nicht wirtschaftlich zu führen.
> Wir brauchen die externen Gäste in den Zeiten in denen wir unser Haus nicht auslasten.
Obwohl wir auch im laufenden Jahr die Auslastung weiter steigern konnten, ist eine weitere Steigerung schon heute möglich und notwendig.
> 1. Zielgruppe sind wir Schönstätter (für die Schönstattbewegung und unser weiteres Wachstum in die Zukunft; dafür machen wir das alles!)
> 2. Zielgruppe sind Firmen und externe Seminargruppen von Montag bis Freitag
Mit einem Berater aus der Tourismusbranche, der uns kostenfrei unterstützt, werden gerade Maßnahmen ausgearbeitet. Wir gehen davon aus, dass wir in einem der nächsten Newsletter über konkrete Umsetzungsschritte berichten können.


Die nächsten Schritte kurz zusammengefasst

  • Prüfung des vorliegenden Vorschlags zum Bau in mehreren Phasen.
  • Weitere Prüfung der Spendenabsetzbarkeit (und Ausarbeitung der erforderlichen Mildtätigkeit)
  • Erarbeitung von weiteren Maßnahmen um den Betrieb schon heute in der Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Bruno Mucha und Susi Mitter

 

Zurück