Ein Nest für die Bewegung

Es war damals ein großes Wagnis von Pater Kentenich die Gottesmutter zu bitten sich im Kapellchen in Schönstatt niederzulassen. Pater Kentenich war wagnisbereit und vorsehungsgläubig.

„Die Schwestern bauen das Nest“, sagte P. Kentenich Ende der 60er Jahre einer Frau von Schönstatt die mit ihm über die Herausforderungen in Wien sprach. Und auch heute sind die Schwestern bereit unser Nest am Kahlenberg für die Schönstattfamilie auszubauen.

Was nicht wächst stirbt – so haben wir es vergangenes Wochenende etwas drastisch beim Studientag zum Erweiterungsbau gehört. Wir Schwestern möchten mithelfen und unterstützen, dass die Schönstatt-Bewegung in Österreich von Schönstatt am Kahlenberg aus weiter wachsen kann. Das ist unsere eigentliche Sendung.

Es hat von 1974 bis 1982 – also 8 Jahre – gedauert, bis das Haus am Kahlenberg von der Caritas Wien erworben werden konnte. Und es war bei Gott kein einfacher Weg – ich habe ihn in den letzten Wochen selbst noch einmal nachgekostet. Er war von vielen Stillständen geprägt, hat viel Opfermut gebraucht, aber auch viel Einsatzbereitschaft geweckt.

Genauso lange befassen wir uns nun auch schon mit dem Thema: Wie soll es jetzt weitergehen? Was möchte/braucht die österreichische Schönstattfamilie? Ich bin überzeugt: Auch wir brauchen gemeinsam eine Portion Wagemut und das gläubige Vertrauen, dass die Gottesmutter vom Heiligtum aus in Kirche und Gesellschaft wirken möchte.

Sie hat sich hier niedergelassen. Wir dürfen Ihre Gegenwart hier am Ort und besonders im Heiligtum spüren. Beeindruckend ist auch, dass dies nicht nur für uns Schönstätter spürbar ist, sondern auch für viele Besucher die täglich zum Heiligtum auf den Kahlenberg kommen.

Ich bin jederzeit offen und ansprechbar für Ihre Fragen, Ideen und bedanke mich für das große Engagement in der österreichischen Schönstatt-Familie.

Sr. Maria Margarita Seiser

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